Eigentlich müssten manche Unternehmen wie ein Saunabetrieb aufgrund der derzeitigen Hitzewelle leiden. Doch auch bei hochsommerlichen 33 Grad kommen Wärmehungrige zu Olaf Schmitt, um noch einmal 60 zusätzliche Grad draufzulegen. Ein Besuch kann die Hitze sogar erträglicher machen, meint Schmitt.
Calbe. "Wer vom Saunagang kommt, dem treibt es auch bei hochsommerlicher Hitze nicht mehr so schnell den Schweiß auf die Stirn", sagt Olaf Schmitt. "35 Grad sind dann gar nichts", ergänzt er mit einem Augenzwinkern. Und das obwohl, bei einer finnischen Sauna drei Durchgänge bei rund 90 Grad absolviert werden, mit den entsprechenden Abkühlungs- und Ruhephasen dazwischen. Und Menschen mit einem schwachen Kreislauf? Olaf Schmitt zitiert dazu ein finnisches Sprichwort: "Wer zur Sauna hingehen kann, der kann auch reingehen." Natürlich seien die Wintermonate die Hochzeit der Saunagänger, vor allem das erste Quartal. Doch auch im Hochsommer gebe es viele Schwitzfreudige, die die derzeitige Hitze noch auf die Spitze treiben wollen, sagt Olaf Schmitt. Und das sei für den Körper auch gut so, die Gesundheit dankt es. Kreislauf, Stoffwechsel, Immunsystem und Atmung werden angeregt und es habe vor allem eine wohltuende Auswirkung auf das eigene Wohlbefinden, meint Schmitt, der seit genau 20 Jahren seinen Beruf mit Enthusiasmus ausübt.
Seit 20 Jahren im Dienst hoher Temperaturen
Am 4. Juli 1990 hat der ehemalige Abteilungsleiter der Calbenser Milchwirtschaft sein Gewerbe begonnen. Bereits Anfang 1989 hatte er die Zusage für das Gewerbe bekommen und die Ställe seiner eigenen kleinen Landwirtschaft für Sauna, Ruheraum und Tauchbecken umgebaut und die Qualifikation zum Saunameister erworben. 1991 folgte ein Sonnenstudio und zwei Jahre später eine Pension, dessen Betrieb Andrea Schmitt übernommen hat. "Ich habe auch heute noch meine treuen Stammkunden, die schon am ersten Tag bei mir vorbeigeschaut haben", freut sich Schmitt, der mit Frau Andrea und zahlreichen Gästen am vergangenen Wochenende das Firmenjubiläum feierlich beging.
Volksstimme vom Dienstag, 6. Juli 2010 Andreas Pinkert |